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Ein Sommerspaziergang
Fantasiereise in die sommerlichen Felder

Draußen vor deinem Fenster singt jemand ein Lied:„Sommer ist, wenn du dich fröhlich fühlst, heiter und bunt, bunt, bunt…“
Laut und fröhlich klingt das Liedchen bis zur dir ins Zimmer herein.
Sommer ist’s? Du seufzt. Viel hast du vom Sommer noch nicht mitbekommen. Du warst zu beschäftigt – mit deiner Arbeit, mit deinen Gedanken, deinen Sorgen.
„Bunt“, denkst du nun. „Ja, ich will mich auch bunt fühlen und heiter und fröhlich.“
Dein Blick fällt auf den Kalender an der Wand. Ein  helles Sommerbild lacht dir entgegen.
Du siehst eine sanft wellige Landschaft mit Feldern und kleinen Waldstücken.
Wie auf einem Schachbrett sitzend siehst du hier den Sommer überall auf dem Bild.
Du schließt die Augen und träumst dich in dieses Sommerbild hinein – und schon stehst du auf einem Feldweg inmitten der von der Sonne vanillegelb bemalten Kornfelder.
Du breitest die Arme aus zum Sonnengruß und lächelst der Sonne zu.
Die Sonne, begleitet von einem sanften Sommerwind, antwortet dir mit einem freundlich warmen Streicheln.
Es ist, als küsste sie deine Stirn, dein Gesicht, deinen Körper, deine Arme und deine Beine.
Sanft. Zart. Warm.
Und sanft, zart, warm schlenderst du langsam den Weg entlang der Kornfelder auf die Bäume am Ende der Felder zu.
Ganz langsam und gemütlich gehst du und genießt die herrliche warme, bunte Sommerwelt rings um dich herum.
Auf deinem Weg bleibst du immer wieder stehen, verweilst, schaust zu, wie der Wind über die Felder streicht.
Siehst du die Wellen des Windes in den Kornähren?
Vom Feldrand her winken dir rote und blaue und gelbe und weiße Blümchen zu.
Auch sie neigen sich sanft im Wind. Es sieht aus, als tanzten sie.
Du bleibst stehen und schaust den Ähren, den Kornblumen, dem Klatschmohn, den Kamillenblüten bei ihrem Sommerwindtänzchen zu.
Ganz ruhig bist du nun. Ruhig und entspannt.
Dein Atem geht langsam und gleichmäßig. Ein und aus.
Die stressigen Gedanken haben dich verlassen.
Du fühlst dich lebendig und zufrieden und leicht und heiter.
Und leicht und heiter lächelst du den bunten Blümchen am Wegrand zu.
Sie lächeln zurück zu dir mit ihren pfiffig strahlenden Blütengesichtchen.
Siehst du ihr Lächeln?
Psssst!
Wie still es hier ist!
Du lauschst.
Hörst du, wie der Wind über die Felder streicht?
Leise singt er dir sein Lied vom Sommer
Und leise, ganz leise summst du es mit, das Lied vom Sommer.
Du breitest die Arme aus und nimmst den Sommer tief in dir auf.
Die Sonne. Den Sommerwind. Die tanzenden Kornähren. Die lächelnden Blüten.
Mit einem Lächeln gehst du weiter bis zum Rand des Wäldchens.
Dort lehnst du dich an den Stamm einer Birke und schaust auf die Felder und das Meer der Ähren vor dir.
Du siehst den Weg, den du gekommen bist.
Er ist dein Sommerweg, der dich jederzeit wieder zu einem Sommerspaziergang einlädt.
Wann immer du es willst.

© Elke Bräunling

 

Aus dem neuen Buch: Eine Fantasiereise für Dich – Sommermärchen und Fantasiereisen zum Sommer

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